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Bilder vom Brunnen

Ende der 60iger Jahre etablierte sich unter der Leitung von Werner Kauth eine kleine, aber schlagkräftige Truppe, bestehend aus Hans Bussas, Ulrich Hollmann, Werner Kauth, Karl Klütsch, Dr. Krause-Sternberg, Hedwig Onckels, Heinz Otten und Alfred Sackenheim.

Diese Aktivisten, wie man heute sagen würde, gründeten die Initiative "Sinnersdorf soll schöner werden" mit nur einem Ziel: Durch die Beschaffung notwendiger Mittel und Eigenleistungen das Ortsbild zu verschönern. (Was unserem schönen Ort auch heute noch gut zu Gesicht stünde)

Und so geschah es, dass man bei einer Säuberungsaktion an der Bus-Wartehalle Kölner Straße zufällig auf den erst seit kurzer Zeit in Sinnersdorf lebenden bekannten Metallbildhauer Wolfgang Göddertz (Bild) traf.

Der äußerte sich zwar lobend über die bisherigen Aktionen der Initiative, bemerkte aber auch kritisch, dass sich der Ortsmittelpunkt ziemlich trostlos darstelle.

Hier könnte z. B. ein Brunnen das Gesamtbild erheblich verbessern.

Wer nun Werner Kauth kannte, wird erahnen, dass sich diese Idee in seinem Kopf so festsetzte, dass er sich umgehend daransetzte, ein Konzept zu entwickeln, wie ein solches Projekt zu realisieren sei.

Doch zwischen Plan und Fertigstellung lag ein langer und beschwerlicher Weg.

Da der Metallbildhauer Wolfgang Göddertz bereit war diesen Brunnen zu bauen, war dieses Thema schnell geklärt.

Als Standort wurde der Platz vor der Grundschule ausgewählt, doch für die notwendige Genehmigung durch die Stadt Pulheim musste Rektor und Ratsmitglied Ulrich Hollmann deutlich mehr Zeit und noch mehr Überredungskünste aufbringen als vorhersehbar war.

Nachdem der Kostenrahmen klar war, ging es daran, die notwendigen Mittel aufzubringen. Und auch dafür hatte Kauth einen Plan, der zunächst nur ungläubiges Kopfschütteln hervorrief.

Er wollte in der ganzen Welt, vom "Weißen Haus" bis zum "Vatikan" um Unterstützung für unser Vorhaben bitten.

Bei so viel Enthusiasmus blieb eigentlich nur ein: "Dann mach mal"!

Und schon am nächsten Tagen setzte er seine Absicht in die Tat um.

So gingen in den nächsten Wochen mehr als 150 Briefe an alle in der damals noch BRD akkreditierten westlichen Botschaften, Industrie und Sparkassen im Kölner Raum, Persönlichkeiten aus den Bereichen Kultur, Politik und Sport - wie z. B. Vereine der 1. und 2. Fußballbundesliga Liga, KEC, Vfl Gummersbach -, Stadtverwaltungen deutscher Großstädte usw.

Heute kann man sich kaum vorstellen, welche Arbeit und Zeit dahinter steckte, denn, was sich heute kaum noch jemand vorstellen kann: es gab noch keine Computer, und diese Briefe mussten alle mit der Schreibmaschine geschrieben werden. Nix mit copy and pace,

Letztendlich hat sich dieser enorme Aufwand dann doch gelohnt, denn was niemand für möglich gehalten hatte, trat schon bald ein:

Täglich wurden Geld- und Sachspenden avisiert, so z. B. - um nur einige zu nennen - von Bundespräsident Walter Scheel, dem österreichischen Bundeskanzler Kreisky, UN-Generalsekretär Waldheim, Dr. Helmut Kohl,

Opernsängerin Anneliese Rothenberger, vielen Botschaften von Ägypten über Kanada, den USA bis zum Vatikan, von den Ministerpräsidenten der Länder und Bürgermeistern deutscher und ausländischen Großstädte.

Auch Fußballbundesligisten, die Spielbank Monte Carlo und große Brauereien spendeten Schallplatten, Bücher, Wimpel und vieles mehr.

All diese Dinge fanden bei einer Tombola im Rahmen eines großen, von der Initiative gemeinsam mit der IG Sinnersdorfer Ortsvereine e.V. veranstalteten Festes reißenden Absatz.

Mit dem Reinerlös aus dieser Veranstaltung und den Barmitteln, die von den Kölner Ford-Werken, der Kreissparkasse Köln und der Spar- und Darlehnskasse Sinnersdorf gespendet wurden, waren bereits 70 % der anfallenden Kosten gedeckt.

Den Rest von mehreren tausend DM steuerte dann dankenswerterweise die EC Erdölchemie Köln bei, so dass wir Wolfgang Göddertz offiziell mit dem Bau des Brunnens beauftragen konnten.

Und der machte sich daran, in mehr als 700 Arbeitsstunden knapp 1700 Edelstahlteile zu unserem Brunnen zusammenzufügen.

Nachdem dann auch die Erd- und Anschlußarbeiten, durchgeführt durch die Sinnersdorfer Unternehmen Pöttgen und Sperling vollendet waren, konnte am 20. Juni 1976 der Brunnen dann öffentlich übergeben werden.

Aus der Initiative "Sinnersdorf soll schöner werden" entstand dann später die "Sinnersdorfer Heimatkunde", die zunächst gedacht war, durch geschichtliches Wissen über den Ort die Verbundenheit zwischen Alt- und Neubürgern zu fördern.

SINNERSDORF /STEIERMARK

Bei seinen aufwendigen Recherchen und Forschungen – deren Ergebnisse in zahlreichen Dokumenten veröffentlicht wurden - tauchte dann auch der Name Sinnesdorf in der Steiermark auf.

Aufgrund seines Engagements entstand schon bald zwischen den Orten gleichen Namens eine Freundschaft, die seit nunmehr 44 Jahren beidseitig intensiv gepflegt wird.

Hält heute hauptsächlich der Wanderclub den Kontakt aufrecht, besuchen sich Mitglieder der IG und der FEKO, wie das Pendant in Österreich heißt, regelmäßig.

So reist gerne eine Delegation aus der Steiermark zu unserem Brunnenfest an, wir wiederum versuchen, regelmäßig an Pfingsten zum Dorffest bei unseren Freunden einzukehren.

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